DIE THERAPIE

 

Die Blutegeltherapie sollte nur von erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden!

Vorbereitung des Patienten
Der Patient sollte 2 Tage vor der Behandlung keine Salben, Duschgels, Lotionen, etc auf jene Hautpartien auftragen, auf die der Blutegel aufgesetzt werden sollen. Eine Reinigung der Haut vor der Behandlung ist mit Wasser, Kernseife oder Alkohol möglich. Der Alkohol, wie auch die Kernseife müssen vor dem Beginn der Behandlung abgewaschen werden. Zur Behandlung muss die Haut des Patienten warm sein. Deshalb warmes Wasser verwenden.
Vorbereitung der Blutegel
Um die Keimzahl auf den Saugnäpfen und der Haut der Blutegel zu reduzieren, muss der Blutegel 2 Stunden vor Beginn der Behandlung in kaltes (max. 20 Grad), abgekochtes Wasser gelegt werden.
Wie viele Blutegel benötigt man zur Therapie
Die benötigte Blutegelanzahl wird bestimmt durch folgende Faktoren: Alter und Gewicht des Patienten, die Krankheitsart und die Größe der zur Verfügung stehenden Blutegel.
Bei chronischen Erkrankungen setzt man weniger Tiere an dafür wird die Therapie aber in kürzeren Zeitabständen wiederholt. Bei akuten Krankheiten verwendet man mehr Blutegel und hat einen längeren Zeitraum bis zur nächsten Behandlung.
Positionieren der Blutegel
Die Blutegel können entweder mit der Hand oder einem Likörglas aufgesetzt werden. Um die Tiere an die konkrete Beschwerdestelle, wo sie angesetzt werden sollen, zu bekommen, empfiehlt sich die Verwendung einer Holzspachtel.

Prinzipiell können Blutegel am ganzen Körper angesetzt werden. Ausschließen sollte man lediglich schlecht durchblutete Stellen, offene Wunden und besonders empfindliche Hautstellen, wie Handflächen, Brustwarzen etc. Ebenfalls abzuraten sind große oberflächliche Venen, da es hier zu einem verstärkten Nachbluten kommen würde.

Animation der Blutegel
Bei Situationen wie z.B. bei Gewitter, bei hoher Nervosität oder bei Rauchern oder auch bei Patienten die bestimmte Medikamente wie z.B. Betablocker einnehmen, kann es vorkommen, dass die Blutegel nicht beißen. In diesen Fällen hilft ein Stück Butter, das auf die betreffende Stelle gerieben wird. Ein Stechen oder Ritzen der betreffenden Hautpartie kann ebenfalls zum Erfolg führen.
Therapie
Der Blutegel saugt ca. 30 Minuten. Man sollte die Tiere in Ruhe saugen lassen und keinesfalls beim Saugen stören. Ebenso sollte in der Umgebung keinesfalls geraucht werden. Das Saugen sollte nicht künstlich unterbrochen werden. Am Ende des Saugens fällt der Blutegel von alleine ab. Manchmal passiert es, dass die Tiere nach dem saugen so träge sind, dass sie am Patienten hängen bleiben. In solchen fällen hilft es mit einer Spachtel unter den vorderen Saugnapf zu fahren und so den Blutegel abzuheben. Bitte achten Sie jedoch darauf, dass Sie den Blutegel dabei nicht quetschen um ein Erbrechen des Blutegels, und damit eine mögliche Infektion, zu verhindern. Aus diesem Grund darf auch kein Salz zum Entfernen des Blutegels verwendet werden.
Nachbehandlung
Das Nachbluten sollte nicht unterbunden werden, den es erhöht die Wirksamkeit der Therapie und die entstauende Wirkung. Außerdem wird dabei die Wunde von den Keimen her gereinigt. Das Nachbluten selbst dauert in der Regel bis zu 12 Stunden Am Tage der Behandlung sollte der Patient körperliche Anstrengung vermeiden. Die Wunden sollten in den nächsten Tagen bis zu Verheilung kontrolliert werden.